Der typische Fall

In dieser Rubrik möchte ich einfach gelagerte, aber doch häufig vorkommende erbrechtliche Fälle schildern und die Lösung darstellen. Ich darf dabei aber darauf hinweisen, dass jeder Fall anders ist und bei erbrechtlichen Streitereien der Rat eines Experten unumgänglich ist. 

Die verwechselte Erbin

Der Vater (V) hatte zwei Töchter T1 und T2. V hatte ein Testament geschrieben, in dem er T1 als Alleinerbin eingesetzt hatte. Nach dem Tod des V stellt sich aber heraus, dass V gar nicht T1, sondern T2 als Alleinerbin hätte einsetzen wollen. V hatte sich bei der Errichtung des Testaments nur verschrieben.

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Die verschollene Tochter

Die vermögende Mutter (M) gerät mit ihrer volljährigen Tochter (T) in massiven Streit. Daraufhin zieht (T) aus der elterlichen Wohnung aus und zieht zu ihrem Freund. Später zieht die T mit ihrem Freund nach Australien. Der Kontakt zwischen M und T bricht vollständig ab. Einige Jahre später schreibt M ein Testament, in dem sie T enterbt und darüber hinaus auch den Pflichtteil entzieht. Sie begründet dies damit, dass sich T nie mehr bei ihr gemeldet, und sich auch nie um sie gekümmert hat. Ist die Pflichtteilsentziehung wirksam?

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Sterbehilfe

Motorradfahrer M ist 35 Jahre alt. Bei einem schlimmen Verkehrsunfall erleidet er schwerste und irreparable Schädel-Hirnverletzungen. Er liegt seit dem im Wachkoma und hat nie mehr eine reelle Chance, daraus zu erwachen, bzw. nochmals ein normales Leben zu führen. Er wäre schwerst pflegebedürftig. Bis der Tod eintritt, könnten aber noch Jahre vergehen, darüber sind sich die Ärzte einig.

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Armer Hund

Die alte vermögende Witwe W hat keine Kinder, als näheren Verwandten hat sie nur noch ihren Neffen N. Zu diesem pflegt sie allerdings keinen engeren Kontakt. Sie hat ansonsten nur noch ihren Hund, dem ihre ganze Liebe gilt. Eines Tages beschließt sie, ein Testament zu schreiben und ihren Hund als Alleinerben einzusetzen. Nachdem sie stirbt, fragt sich der N, wie die Rechtslage ist. Bekommt er etwas vom Nachlass? Was ist mit dem Hund zu tun?

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Das verloren gegangene Testament

Der Enkel (E) wurde von seinem Großvater (G) testamentarisch zum Alleinerben eingesetzt. Dadurch hat G seinen Sohn V, der der Vater von E ist, enterbt. Zu Lebzeiten von G hatte E Kenntnis von dem Testament, V hatte keine Kenntnis.

Nach dem Tod des G möchte E nun seine Rechte aus dem Testament geltend machen. Allerdings findet E das Testament nicht, er weiß nicht, wo es G aufbewahrt hatte. V ist nun der Meinung, da es kein Testament gibt, ist E auch nicht Erbe geworden.

Wie ist die Rechtslage?

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Vorzeitige Ausbezahlung des Erbes oder des Pflichtteils

Der chronisch an Geldnot leidende Sohn S wendet sich an seinen vermögenden Vater V und verlangt, dass V ihm schon zu Lebzeiten sein Erbe oder zumindest seinen Pflichtteil ausbezahlt. V weigert sich.

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