Das familienrechtliche Mandat ist oftmals emotional stark belastet: Häufig geht es um die Trennung von einem Menschen, den man früher einmal geliebt hat und um den Verlust eines Lebenskonzeptes. 

Es bedarf auf Seiten des beratenden Rechtsanwalts einer besonderen Sensibilität für die persönliche Situation des Mandanten, aber auch eines klaren Blicks auf die objektive Interessen- und Rechtslage.

Kommt es zur Scheidung sind meist folgende Fragen zu klären:

  • Wie viel und wie lange muss ich Unterhalt an Ehegatten und/oder Kindern zahlen bzw. wie viel Unterhalt kann ich wie lange beanspruchen?
  • Welche vermögensrechtlichen Ansprüche bestehen?
  • Wer hat eventuelle Schulden zu tragen?
  • Gibt es einen Zugewinnausgleichsanspruch?
  • Was passiert mit Haus und Hausrat?
  • Wie werden Sorgerecht und Umgangsrecht geregelt?
  • Gibt es durch die Scheidung auch erbrechtliche Folgen?

Sind Kinder involviert, ist besondere Sensibilität gefragt. Auch wenn sich die Eltern trennen, bleibt die Beziehung zu ihren Kindern erhalten, denn die Eltern der Kinder bleiben sie ein Leben lang. Hier ist es von großer Bedeutung, zwischen der Eltern- und der Paarebene zu unterscheiden. Kinder dürfen keinesfalls für die Durchsetzung persönlicher Interessen instrumentalisiert werden. Der Anwalt ist dabei gefordert, nach Lösungen zu suchen, die immer möglichst dem Kindeswohl entsprechen.

Familienrechtliche Fragen sind aber häufig auch zu klären, wenn es um die Frage geht, ob auch die Eltern gegen ihre Kinder unterhaltsrechtliche Ansprüche haben. Dies ist insbesondere dann relevant, die Eltern betagt sind und Pflegekosten entstehen. Dann kann schnell das Problem entstehen, dass die Sozialbehörden Pflegekosten vorschießen und dann versuchen, bei den Kindern Regress zu nehmen.

 

Das Familienrecht ist äußerst komplex und erfordert die Beratung durch einen in diesem Rechtsgebiet spezialisierten und hochqualifizierten Anwalt.